Berichte des Bezirksverbands aus 2021

Ostergruß des Präses Pfr. Bernhard Henneke

Ostergruß des Präses Pfr. Bernhard Henneke

Liebe Schützenschwestern und Schützenbrüder!

Zum bevorstehenden Osterfest möchte ich Euch/Ihnen einige Gedanken schreiben, die mich                                                      
in den vergangenen Tagen beschäftigt haben.
Besonders jetzt vor Ostern, dem 2. Osterfest während der Einschränkungen der Corona-
Pandemie, spüre ich, dass es mir wichtig ist, Hoffnung zu bekommen. Welches Fest im
Kirchenjahr ist dazu besser geeignet als gerade Ostern?!
Wenn wir einmal in die Texte des Osterfestes hineinschauen, dann begegnen uns Menschen,
die den Mut verloren haben, die nicht weiterwissen, die keine Perspektive mehr sehen. Da
ist Jesus selbst, der seine Verlassenheit am Kreuz herausschreit: „Mein Gott, mein Gott!
Warum hast du mich verlassen?“ In seiner Stimme begegnet uns die tiefste Verlassenheit
und Not so vieler Menschen, die nicht mehr können, die am Ende sind. Da sehen wir die
vielen Kranken, die auf den Intensivstationen um ihr Leben kämpfen, da sehen wir die vielen,
die in ihrer Angst vor Ansteckung versinken, da sehen wir die vielen, die um ihre
Existenzgrundlage ringen.
Da begegnen uns die Jüngerinnen und Jünger, die ihre Zukunft auf Jesus gebaut haben und
jetzt mit ihm alle Pläne und Hoffnungen im wahrsten Sinne durchkreuzt sehen.

Aber da ist auch und vor allem das Licht und die Hoffnung des Ostermorgens. „Hab keine
Angst!“ oder „Fürchte dich nicht!“ ist die Botschaft des Auferstandenen. Da ist in den
Gottesdiensten vom Neuen Licht der Hoffnung die Rede.
Für mich ist eines der eindrucksvollsten Zeichen der Osternacht das Einziehen mit der
Osterkerze in die dunkle Kirche. Zuerst ist es nur ein einziges Licht, das da leuchtet, aber das
Licht wird weitergegeben und je mehr Menschen ihre Kerzen entzünden, umso heller und
wärmer wird der Kirchraum. Jesus sagt und zeigt uns, dass er bei uns ist, mit uns geht, dass
es keinen Moment gibt, in dem er nicht an unserer Seite ist. Sein Licht leuchtet, seine
Solidarität mit uns leuchtet und wir sind gerufen, uns von ihm begeistern zu lassen und seine
Solidarität durch unsere Solidarität weiterzugeben!
Gerade in dieser Zeit ist das für mich einer der wichtigsten Aufträge, gerade auch an uns
Schützen! Hoffnungsträger zu sein, solidarisch mit den Anderen zu sein! Auch wenn es heißt,
Abstriche zu machen, auf Begegnungen zu verzichten, unsere Pläne und Wünsche
durchkreuzen zu lassen!
Ich habe am Anfang geschrieben, dass es mir wichtig ist, Hoffnung zu bekommen. Diese
Hoffnung kann mir das Wissen geben, dass Jesus gerade auch in dieser Situation bei mir ist,
aber auch dadurch, dass viele von uns zu Hoffnungsträgern werden, die ihre Solidarität
zeigen und die nicht nur klagen, sondern anpacken, damit wir eine sicherere Zukunft haben!

In diesem Sinne wünsche ich Euch/Ihnen ein frohes, gesegnetes und hoffnungsvolles
Osterfest!

Euer Präses

Bernhard Henneke ocds


Bild: Bernhard Henneke

 

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